Die tägliche Portion Apple-Freude


En mans rester; en annan flugas hem von krissen und CC-Lizenz

Angenommen, man begibt sich in den App Store. Man begibt sich direkt dort hin, geht nicht über Los. Man wählt ein Programm bzw. eine App, um hier mal dem Jargon treu zu bleiben, und beginnt den Download-Prozess. Nach einer Weile ist man dieses Prozesses überdrüssig — aus Gründen oder wegen Dingen — und bricht ihn daher ab.

Nach einigen Wochen oder Monaten schaut man mal wieder beim App Store vorbei. Man ist auf der Suche nach diesem einen Programm bzw. dieser einen App, hat allerdings vollkommen verdrängt, dass man unlängst schon einmal begonnen hatte, dieses bzw. diese herunter zu laden. Zugegeben: Geschichten über Superlative menschlicher Geistesleistung fangen anders an, aber Hand aufs Herz — das Gehirn ist nun einmal so angelegt, nicht alles zu speichern. Dafür gibt es schließlich Maschinen, sogenannte l'Ordinateurs, wie unser französischer Nachbar sie liebevoll zu nennen pflegt.

Wie dem auch sei, man sucht sich also die gewünschte App raus und klickt auf "Installieren". Anschließend wartet man darauf, dass es etwas passiert. Dies kann man sehr lange tun. Zum Beispiel bis man schwarz wird oder gar bis Ultimo. Es ist schier ein grenzenloses Wartevergnügen. Der Installationsvorgang startet schlicht und ergreifend nicht, da die App schon auf der "Einkäufe"-Liste steht, mit dem Status "Installation abgebrochen".

"Ein Klick auf den Installieren-Button könnte doch den Vorgang fortsetzen", denkt da der DAU und jeder andere, der nur ein Stück weit höher qualifiziert ist. Aber das wäre zu einfach. Stattdessen passiert einfach nichts. Rein gar nichts!

Da kann man sich wirklich nur zurücklehnen und sich von Herzen freuen, ob dieser verzückenden Schmalspur-Programmier-Arbeit. Ganz besonders auch in Anbetracht der Tatsache, dass man vor nicht allzu langer Zeit einen Safari in der Version 6 untergejubelt bekommen hat, der so grottenschlecht ist, dass man sich ernsthaft fragt, ob sich die Kollegen in Cupertino zur Entspannung in der Mittagspause die Hinterköpfe mit Baseball-Schlägern blau schlagen.

Übrigens: Bei dem Programm, das gerade vom App Store herüber gesurrt kommt, handelt es sich um XCode. Diversen Twitter-Einträgen zufolge kommt damit ein Stück Software, welches wohl das Potenzial hat, meinen dünnen Geduldsfaden massiv zu traktieren. Ich bin gespannt!